VDRL-Test im Blut

Erklärung

Der VDRL-Test ist ein Antikörpertest, der bei der Abklärung und Verlaufskontrolle von Syphilis eingesetzt wird. Die Infektion heißt auch Lues. Ein einzelnes VDRL-Ergebnis reicht für die Diagnose nicht aus.

Was bedeutet positiv oder negativ?

Der Test weist Abwehrstoffe nach, nicht die Bakterien selbst. Diese Antikörper können auch aus anderen Gründen auftreten. Ein positives oder „reaktives“ Ergebnis beweist deshalb allein keine Syphilis. Es wird mit einem weiteren Test auf Antikörper gegen den Erreger und der Krankengeschichte zusammen beurteilt.

Negativ oder „nicht reaktiv“ bedeutet, dass der Test keine entsprechende Reaktion gezeigt hat. Eine sehr frühe Infektion kann dabei noch unentdeckt bleiben. Bei begründetem Verdacht entscheidet das Behandlungsteam, welche weiteren Tests oder Kontrollen nötig sind.

Was ist der Titer?

Der Titer beschreibt, bis zu welcher Verdünnung die Blutprobe noch reagiert. Er kann helfen, Veränderungen nach einer Behandlung zu verfolgen. Für solche Vergleiche sollte dieselbe Testmethode verwendet werden, möglichst im selben Labor. Werte des verwandten RPR-Tests sind nicht direkt mit VDRL-Titern vergleichbar.

Auch nach erfolgreicher Behandlung kann eine Reaktion bestehen bleiben. Ein weiterhin positiver Test bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Behandlung erfolglos war. Verlauf, frühere Ergebnisse und andere Untersuchungen entscheiden über die Einordnung.

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