Der SLCO1B1-Gentest untersucht eine Erbanlage, die den Transport bestimmter Medikamente in die Leber beeinflusst. Einige Varianten erhöhen das Risiko für Muskelbeschwerden unter bestimmten Cholesterinsenkern, den Statinen.
Das Gen enthält die Bauanleitung für ein Transporteiweiß. Dieses bringt verschiedene Stoffe aus dem Blut in Leberzellen. Dazu gehören auch Statine, also Medikamente gegen erhöhtes Cholesterin.
Manche Genvarianten schwächen diesen Transport. Dadurch kann die Menge bestimmter Statine im Blut steigen. Das kann das Risiko für Muskelschmerzen oder Muskelschwäche erhöhen.
Ein solcher Befund bedeutet nicht, dass Muskelprobleme sicher auftreten. Das Behandlungsteam kann ihn bei der Auswahl des Mittels und seiner Dosis berücksichtigen. Aus dem Ergebnis allein folgt kein Verzicht auf alle Cholesterinsenker.
Der Gentest misst weder den Cholesterinspiegel noch eine bereits eingetretene Muskelschädigung. Sprechen Sie neue Muskelbeschwerden während einer Behandlung an, damit deren Ursache geprüft werden kann.


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