Eine Resistenzbestimmung prüft im Labor, welche Medikamente gegen bestimmte Bakterien oder Pilze voraussichtlich wirken. Bei Bakterien nennt man die Prüfung gegen Antibiotika auch Antibiogramm. Resistent bedeutet, dass ein Erreger gegen ein Medikament unempfindlich ist.
Häufig werden Bakterien aus einer Probe zunächst im Labor vermehrt. Das nennt man eine Bakterienkultur. Die Probe kann zum Beispiel aus Urin oder einem Wundabstrich stammen. Anschließend prüft das Labor, wie die Bakterien auf verschiedene Antibiotika reagieren.
Bei einer Auswertung nach dem europäischen EUCAST-Standard werden die Ergebnisse so eingeordnet:
S: empfindlich. Bei üblicher Dosierung ist ein Behandlungserfolg mit diesem Mittel wahrscheinlich.
I: empfindlich, wenn am Ort der Infektion mehr Wirkstoff zur Verfügung steht. Das kann etwa durch eine ärztlich angepasste Dosierung oder durch eine gute Anreicherung des Mittels dort erreicht werden. I zählt nach EUCAST zu den empfindlichen Ergebnissen.
R: resistent. Die Behandlung wirkt wahrscheinlich nicht ausreichend, auch wenn am Infektionsort mehr Wirkstoff zur Verfügung steht.
Ein Antibiogramm zeigt nicht allein, ob die gefundenen Bakterien tatsächlich Beschwerden verursachen oder ob eine Behandlung nötig ist. Nicht jeder Bakteriennachweis bedeutet eine Infektion. Der Befund muss zur untersuchten Probe und zu den Beschwerden passen.
Fragen Sie die behandelnde Praxis, ob Ihr bisheriges Medikament zum Ergebnis passt und ob sich an der Einnahme etwas ändern soll. Passen Sie die Dosis nicht selbst anhand der Buchstaben an.


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