Osteocalcin ist ein Eiweiß aus dem Knochengewebe. Sein Blutwert kann Hinweise darauf geben, wie aktiv Knochen auf- und umgebaut werden. Er misst nicht die Knochendichte.
Knochen sind lebendes Gewebe und werden ständig erneuert. Knochenaufbauende Zellen stellen Osteocalcin her. Ein Teil gelangt dabei ins Blut. Auch beim Abbau von Knochen kann gespeichertes Osteocalcin freigesetzt werden. Der Wert beschreibt deshalb einen Teil des Knochenumsatzes.
Die Messung kann bei bestimmten Fragestellungen zum Knochenstoffwechsel oder zur Kontrolle einer Behandlung eingesetzt werden. Eine Veränderung zeigt für sich allein noch nicht, ob die Knochen insgesamt stärker oder schwächer geworden sind.
Osteocalcin wird über die Nieren ausgeschieden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann der Blutwert steigen, ohne dass der Knochenumsatz entsprechend zunimmt. Auch das Alter, ein heilender Knochenbruch und die Messmethode spielen bei der Einordnung eine Rolle.
Ein einzelner Osteocalcinwert kann eine Osteoporose weder feststellen noch ausschließen. Bei Osteoporose sind Knochen leichter brüchig. Zur Abklärung werden unter anderem frühere Knochenbrüche und eine Messung der Knochendichte berücksichtigt.


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