Bei einer Mykobakterienkultur versucht das Labor, bestimmte Bakterien aus einer Probe anzuzüchten. Zu dieser Gruppe gehören die Tuberkuloseerreger und weitere Arten. Die Kultur hilft festzustellen, welche Bakterien vorhanden sind.
Viele Mykobakterien wachsen langsam. Das endgültige Ergebnis kann deshalb mehrere Wochen brauchen. Untersucht werden je nach Fragestellung etwa ausgehusteter Schleim aus den tiefen Atemwegen, andere Körperflüssigkeiten oder Gewebe.
Für die Tuberkuloseabklärung gibt es zusätzlich schnellere Verfahren. Unter dem Mikroskop können passend angefärbte Bakterien sichtbar werden. Ein PCR-Test sucht nach Erbmaterial des Erregers. Diese Untersuchungen liefern andere Informationen als eine Kultur.
Positiv heißt, dass Bakterien gewachsen sind. Entscheidend ist dann, welche Art nachgewiesen wurde. Nicht jede Mykobakterienart verursacht Tuberkulose. Bei anderen Arten gehören zur Beurteilung einer Erkrankung auch Beschwerden und weitere Befunde.
Negativ bedeutet, dass in dieser Probe keine entsprechenden Bakterien angezüchtet wurden. Eine Infektion ist dadurch nicht immer ausgeschlossen, etwa wenn zu wenige Bakterien in der Probe waren. Aus einem frühen Zwischenbefund lässt sich außerdem noch kein endgültig negatives Kulturergebnis ableiten.


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