Myelosuppression bedeutet, dass das Knochenmark weniger Blutzellen bildet. Das Knochenmark ist Gewebe, in dem Blutzellen gebildet werden.
Das Knochenmark bildet rote und weiße Blutzellen sowie Blutplättchen. Bei einer Myelosuppression ist diese Tätigkeit vermindert. Knochenmarkdepression und Knochenmarksuppression werden als weitere Bezeichnungen verwendet.
Der Begriff beschreibt einen Vorgang in der Blutbildung. Er sagt allein nicht, welche Arten von Blutzellen bei einer bestimmten Person betroffen sind oder wie stark die Werte verändert sind.
Eine niedrige Zahl weißer Blutzellen oder Blutplättchen und auffällige Werte der roten Blutzellen sind konkrete Ergebnisse im Blutbild. Sie können bei einer Myelosuppression auftreten, beschreiben aber jeweils nur den gemessenen Wert.
Eine Myelosuppression muss nicht automatisch alle drei Arten von Blutzellen zugleich betreffen. Welche Werte tatsächlich verändert sind, zeigt das Blutbild.
Wichtig sind die einzelnen Zellzahlen, die Vergleichsbereiche des Labors und der Verlauf. Daraus lässt sich erkennen, welche Blutwerte wie stark verändert sind.
Aus dem Begriff Myelosuppression allein folgen weder eine bestimmte Ursache noch eine Behandlung. Diese Einordnung braucht den Zusammenhang des Befunds und der medizinischen Vorgeschichte.


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