Leukopenie, auch Leukozytopenie genannt, bedeutet, dass die Gesamtzahl der weißen Blutzellen unter dem Referenzbereich des Labors liegt. Das ist der Vergleichsbereich, den das Labor für den Wert angibt.
Die Leukozytenzahl gibt die Gesamtzahl der weißen Blutzellen in einer Blutprobe an. Zu den weißen Blutzellen gehören mehrere Zellarten mit unterschiedlichen Aufgaben.
Der Wert wird mit dem Referenzbereich auf dem Laborbefund verglichen. Leukopenie beschreibt einen Gesamtwert unter diesem Bereich. Der Begriff sagt noch nicht, welche einzelne Zellart betroffen ist oder warum der Wert niedrig ist.
Nein. Neutropenie bedeutet, dass eine bestimmte Art weißer Blutzellen, die neutrophilen Granulozyten, vermindert ist. Lymphopenie betrifft die Lymphozyten, eine andere Art weißer Blutzellen. Eine Leukopenie kann mit einer solchen Veränderung zusammen auftreten, die Begriffe sind aber nicht austauschbar.
Das Differentialblutbild zeigt die einzelnen Arten weißer Blutzellen. Es hilft zu erkennen, welche Zellart zu einem niedrigen Gesamtwert beiträgt.
Eine niedrige Gesamtzahl allein nennt keine Ursache und bestätigt keine bestimmte Erkrankung. Für die Einordnung werden das Differentialblutbild, andere Blutwerte, frühere Ergebnisse und die persönliche Situation berücksichtigt.
Auch die Stärke und Dauer der Veränderung lassen sich nicht aus dem Wort Leukopenie allein ablesen. Dafür sind die Zahlen und der zeitliche Verlauf im Befund nötig.


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