Legionellen-Tests klären ab, ob bestimmte Bakterien eine Lungenentzündung verursachen. Untersucht werden häufig Urin und eine Probe aus den tiefen Atemwegen. Die einzelnen Verfahren erfassen nicht alle Legionellenarten gleichermaßen.
Der häufige Urintest sucht nach einem Bestandteil der Bakterien, einem sogenannten Antigen. Er erfasst vor allem Legionella pneumophila der Serogruppe 1, also eine bestimmte Untergruppe. Andere Legionellen können damit übersehen werden.
Ein negativer Urintest schließt eine Legionelleninfektion deshalb nicht sicher aus. Zusätzlich kann eine Probe aus den tiefen Atemwegen untersucht werden, zum Beispiel ausgehusteter Schleim.
Eine PCR sucht nach Erbmaterial der Bakterien. Bei einer Kultur versucht das Labor, sie anzuzüchten. Diese Verfahren können auch Arten oder Untergruppen erfassen, die der übliche Urintest nicht erkennt.
Das Ergebnis wird zusammen mit Beschwerden und anderen Befunden beurteilt. Ein Antigennachweis im Urin kann nach einer Behandlung noch eine Zeit lang positiv bleiben. Er zeigt deshalb allein nicht sicher, ob die Behandlung abgeschlossen ist oder ob noch lebende Bakterien vorhanden sind.


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