Dieser Gentest untersucht eine erbliche Anlage dafür, dass der Körper mit zunehmendem Alter weniger Milchzucker verdauen kann. Er prüft bestimmte Erbanlagen zur Bildung des Enzyms Laktase. Ob Milchprodukte tatsächlich Beschwerden auslösen, zeigt der Gentest allein nicht.
Laktase ist ein Eiweiß im Dünndarm, das Milchzucker aufspaltet. Der Milchzucker heißt auch Laktose. Bestimmte Varianten im Bereich des MCM6-Gens beeinflussen, ob der Körper nach der Kindheit weiterhin viel Laktase bildet. Deshalb kann auf dem Laborbericht „MCM6-Genotypisierung“ stehen.
Wenig Laktase führt nicht bei allen Menschen zu gleich starken Beschwerden. Auch die aufgenommene Menge an Milchzucker und weitere Vorgänge im Darm spielen eine Rolle. Die erbliche Anlage allein erklärt deshalb nicht sicher die Ursache von Bauchschmerzen oder Durchfall.
Ein Laktasemangel kann auch erst durch eine Darmerkrankung entstehen. Diese erworbene Form lässt sich mit einem Test auf die übliche erbliche Anlage nicht ausschließen. Ein Atemtest beantwortet eine andere Frage: Er untersucht, wie der Körper eine getrunkene Milchzuckerlösung verarbeitet. Dabei werden auch auftretende Beschwerden beachtet.


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