Eine Kreuzprobe prüft vor der Übertragung roter Blutkörperchen, ob eine bestimmte Blutspende mit dem Blut der vorgesehenen Person verträglich ist. Sie ergänzt die Bestimmung der Blutgruppe und die Suche nach Antikörpern.
Bei der klassischen Kreuzprobe mischt das Labor Blutflüssigkeit der empfangenden Person mit roten Blutkörperchen aus der vorgesehenen Spende. Es prüft, ob Abwehrstoffe mit diesen Zellen reagieren. So wird eine konkrete Spende für eine konkrete Person geprüft.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch eine elektronische Verträglichkeitsprüfung möglich. Das Labor nutzt dabei geprüfte Blutgruppen- und Antikörperdaten. Welche Methode passt, hängt unter anderem von früheren Antikörperbefunden ab.
Die bekannte Blutgruppenangabe, zum Beispiel A positiv, beschreibt nur einen Teil der Merkmale roter Blutkörperchen. Zusätzlich können Antikörper gegen andere Merkmale vorkommen. Deshalb gehören Blutgruppe, Antikörpersuche und Verträglichkeitsprüfung zusammen.
Der Vermerk „verträglich“ bezieht sich auf die geprüfte Kombination. „Unverträglich“ bedeutet, dass das Labor die Ursache klären und eine geeignete Spende suchen muss. Er bedeutet nicht, dass grundsätzlich keine Blutübertragung möglich ist.


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