IGF-1 ist ein Botenstoff, der viele Wirkungen des Wachstumshormons vermittelt. Sein Blutwert hilft zu beurteilen, ob der Körper möglicherweise zu wenig oder zu viel Wachstumshormon bildet.
Die Abkürzung steht für „insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1“. Wachstumshormon regt vor allem die Leber an, IGF-1 zu bilden. Dieser Stoff wirkt an Knochen und anderen Geweben. Trotz des ähnlichen Namens ist ein IGF-1-Test keine Messung des Insulins.
Wachstumshormon wird über den Tag in Schüben abgegeben. IGF-1 schwankt weniger. Deshalb ist sein Blutwert oft hilfreicher als eine einzelne zufällige Wachstumshormonmessung.
Die Vergleichswerte verändern sich mit dem Alter. In der Pubertät sind die Werte normalerweise höher, später sinken sie. Ein Laborbefund muss deshalb mit dem passenden Referenzbereich verglichen werden. Das ist der Vergleichsbereich des jeweiligen Labors.
Ein auffälliger Wert allein bestätigt noch keinen Mangel oder Überschuss an Wachstumshormon. Je nach Fragestellung folgen weitere Untersuchungen. Dabei kann zum Beispiel geprüft werden, wie das Wachstumshormon auf einen gezielten Reiz reagiert. Bei bereits bekannter Erkrankung kann IGF-1 auch helfen, die Wirkung einer Behandlung zu verfolgen.


BaluMed macht Medizin verständlich! Unsere ausführliche Befunderklärung „übersetzt“ komplexe medizinische Begriffe aus Befunden in leicht verständliche Sprache. Mit einer Kombination aus künstlicher Intelligenz und ärztlicher Expertise bieten wir schnell verfügbare und zuverlässige Informationen.