Ein HFE-Gentest sucht nach vererbten Veränderungen, die eine übermäßige Eisenaufnahme begünstigen können. Er hilft bei der Abklärung einer Hämochromatose, auch Eisenspeicherkrankheit genannt. Der Gentest misst selbst keine Eisenmenge.
HFE ist der Name einer Erbanlage. Im Befund können Bezeichnungen wie C282Y oder H63D stehen. Sie benennen bestimmte Veränderungen dieses Gens. Ihre Bedeutung hängt davon ab, welche Veränderungen in welcher Kombination vorliegen.
Eine gefundene Veränderung bedeutet nicht automatisch, dass bereits zu viel Eisen in Organen gespeichert ist oder Schäden entstanden sind. Auch Menschen mit einer entsprechenden erblichen Veranlagung können ohne solche Folgen bleiben.
Dazu gehören Blutwerte wie Ferritin, ein Eiweiß zur Eisenspeicherung, und die Transferrinsättigung. Letztere beschreibt, wie stark das Transporteiweiß für Eisen beladen ist. Je nach Befund können weitere Untersuchungen der Leber nötig sein.
Ein unauffälliger HFE-Test schließt andere Ursachen einer Eisenüberladung nicht aus. Sprechen Sie bei der Befundbesprechung darüber, ob tatsächlich erhöhte Eisenwerte vorliegen und ob die gefundene Genvariante für Angehörige wichtig sein könnte.


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