Die familiäre adenomatöse Polyposis, kurz FAP, ist eine erbliche Erkrankung, bei der zahlreiche Polypen im Dickdarm und Mastdarm entstehen können. Polypen sind Wucherungen der Darmschleimhaut. Bei FAP ist das Risiko deutlich erhöht, dass sich daraus Darmkrebs entwickelt.
Nein. Ein einzelner Polyp reicht nicht aus, um auf FAP zu schließen. Der Name bezeichnet eine bestimmte erbliche Erkrankung. Es gibt eine klassische Form mit sehr vielen, oft früh auftretenden Polypen und eine abgeschwächte Form, bei der meist weniger Polypen später entstehen.
FAP hängt mit einer krankheitsverursachenden Veränderung des APC-Gens zusammen. Dieses Gen enthält die Bauanleitung für ein Eiweiß, das die Zellvermehrung begrenzt. Die Genveränderung kann von einem Elternteil an ein Kind weitergegeben werden. Nicht bei allen Betroffenen ist bereits ein Elternteil an FAP erkrankt.
Nein. In einem anderen Zusammenhang kann FAP auch für ein bestimmtes Eiweiß stehen, das Fibroblasten-Aktivierungsprotein. Ein Befund über „FAP-Expression“ beschreibt dann die Bildung dieses Eiweißes. Das ist nicht gleichbedeutend mit der Diagnose familiäre adenomatöse Polyposis.


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