Ein CYP2C19-Gentest untersucht eine Erbanlage, die die Wirkung bestimmter Medikamente beeinflussen kann. Er zeigt, welche Genvarianten vorliegen. Gemessen wird dabei nicht die Menge eines Medikaments im Blut.
Das Gen enthält die Bauanleitung für ein Enzym. Enzyme sind Eiweiße, die Stoffe im Körper umwandeln. CYP2C19 hilft unter anderem dabei, das Medikament Clopidogrel in seine wirksame Form umzuwandeln. Clopidogrel soll verhindern, dass Blutplättchen zusammenkleben.
Bestimmte Genvarianten können diese Umwandlung verlangsamen. Clopidogrel kann dann schwächer wirken als erwartet. Bei anderen Medikamenten kann CYP2C19 eine andere Rolle spielen. Deshalb lässt sich der Befund nicht pauschal auf alle Arzneimittel übertragen.
Das Behandlungsteam beurteilt das Ergebnis zusammen mit dem jeweiligen Medikament und anderen persönlichen Faktoren. Der Gentest kann bei der Auswahl eines Mittels oder seiner Dosis helfen. Er sagt nicht allein voraus, wie gut eine Behandlung bei Ihnen wirken wird.
Ändern Sie ein Medikament wegen des Gentestbefunds nicht selbst. Eine hilfreiche Frage beim Termin ist: Betrifft diese Genvariante eines meiner Medikamente, und ändert sie meine Behandlung?


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