Coeruloplasmin ist ein Eiweiß, das überwiegend in der Leber entsteht und Kupfer durch das Blut transportiert. Sein Blutwert hilft dabei, Störungen des Kupferhaushalts abzuklären.
Kupfer wird für viele Aufgaben im Körper gebraucht. Coeruloplasmin bindet einen großen Teil des Kupfers im Blut. Gemessen wird hier das Transporteiweiß, nicht die gesamte Kupfermenge im Körper.
Der Test gehört unter anderem zur Abklärung von Morbus Wilson. Bei dieser erblichen Erkrankung kann der Körper Kupfer nicht ausreichend ausscheiden. Es kann sich dadurch in Organen ansammeln.
Nein. Ein niedriger Wert kann dazu passen, hat aber auch andere mögliche Ursachen, etwa einen Kupfermangel oder bestimmte Leber- und Nierenerkrankungen. Umgekehrt haben manche Menschen mit Morbus Wilson keinen erniedrigten Wert.
Für die Einordnung werden weitere Befunde gebraucht. Dazu können Kupfermessungen in Blut und über 24 Stunden gesammeltem Urin sowie Untersuchungen der Leber gehören. Ein erhöhter Coeruloplasminwert kann beispielsweise bei Entzündungen, in der Schwangerschaft oder unter dem Einfluss bestimmter Hormone vorkommen. Er beweist für sich allein keinen Kupferüberschuss.


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