Alpha-1-Antitrypsin, kurz AAT oder A1AT, ist ein Eiweiß, das vor allem in der Leber entsteht. Es hilft, die Lunge vor Schäden bei Entzündungen zu schützen. Ein Mangel kann das Risiko für Lungen- und Lebererkrankungen erhöhen.
Ein niedriger Wert kann auf einen erblichen Mangel hinweisen. Er beweist ihn aber nicht. Auch andere Ursachen, etwa eine Lebererkrankung, können den Wert senken. Zur Klärung können zusätzliche Untersuchungen des Eiweißes oder der Erbanlagen nötig sein.
Bei einer Entzündung kann AAT im Blut ansteigen. Deshalb wird der Wert zusammen mit Beschwerden und anderen Befunden eingeordnet. Ein einzelner Zahlenwert zeigt nicht, ob Lunge oder Leber bereits geschädigt sind.
Bei einem erblichen AAT-Mangel kann die Lunge leichter geschädigt werden. Auch die Leber kann betroffen sein. Ob Beschwerden entstehen und wie stark sie sind, ist unterschiedlich. Manche Menschen bleiben ohne Beschwerden. Der Nachweis eines Mangels beschreibt daher nicht automatisch, wie gut Lunge oder Leber arbeiten.
Ein AAT-Test im Stuhl untersucht eine andere Frage: ob Eiweiß über den Darm verloren geht. Er ersetzt nicht die Abklärung eines erblichen AAT-Mangels. Für die Einordnung ist deshalb entscheidend, ob Blut oder Stuhl untersucht wurde.
Die kurze Angabe „Alpha 1“ ist nicht eindeutig. Alpha-1-Globuline sind eine Gruppe verschiedener Eiweiße im Blut. Dieser Gruppenwert ist nicht dasselbe wie eine einzelne AAT-Messung. Steht im Befund nur „Alpha 1“, lassen Sie klären, welcher Wert gemeint ist.


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